Ruder 35: 1000 - anthems to work on a good end (Wie)

12.05.2017 (20:00)

 

Rudersport 1888 – Restaurant | Bar |Café, Uferstraße 1, 65203 Wiesbaden

 

1000 - anthems to work on a good end

 

Jazz aus, mit und über Nationalhymnen u. a. aus Syrien, Afghanistan, China sowie neu Komponierte. Ein starkes Statement einer starken Band:

Jan KlareDE - reeds
Bart MarisBE - trumpet
Wilbert de JoodeNL - bass
Michael VatcherUS - percussion

 

1000, sprich: tausend, ist eine internationale Band - kein “Projekt”, sondern eine “working band”. Die Gruppe trägt diesen Namen, weil 1000 eine so grosse Zahl ist. Das Quartett wurde 2004 gegründet und „rekomponierte“ zunächst klassische Kompositionen. 2015/16 entstand die Idee zu einem neuen Repertoire, das sich mit Nationalhymnen befassen sollte. 


Hymnen sind identitäts- und gemeinschaftsstiftend, zudem ist das Spielen einer Hymne unmittelbar ein politischer Akt. Karl Heinz Stockhausen bezeichnet Nationalhymnen als „das Populärste, was es überhaupt gibt“.

 

Das Quartett, bestehend aus dem „Rythmus-Dream-Team” de Joode/Vatcher und den „musikalischen Zwillingen” Maris/Klare, ist in der improvisierten Musik beheimatet, beschäftigt sich aber eingehend mit Kompositionen u.a. von Klare, Ravel und Pergolesi.

 

Bei “1000″  gehen  Komposition und ihre improvisatorische Weiterentwicklung Hand in Hand, die Band schafft es meisterlich, einer gerade aufkeimenden Idee durch ein Higgs-Teilchen Masse zu geben und ins komponierte Universum zu überführen. Das Repertoire ist komplex, doch niemals statisch –  die Musik bleibt immer handfest. 

“One finely balanced and continually surprising ensemble. Definitely recommended.” Stuart Kremsky, Cadence

 

Saxofonist Jan Klare lebt nach langen Aufenthalten in England und den Niederlanden seit Anfang der 90-iger Jahre in Münster. Die Palette seiner musikalischen Aktivitäten ist extrem breit und hat ihn in Kontakt mit verschiedensten Medien und Musikstilen gebracht. Er hat diverse literarische Vorlagen vertont und sich darüber hinaus mit “The Dorf” oder  »Das Böse Ding« einen Namen gemacht.

 

Bart Maris spielt Trompete. Es wäre sehr aufwändig, alle Bands aufzulisten mit denen er über die Jahre gespielt hat, es scheint als sei er auf jeder belgischen CD vertreten, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurde. Er war Gründungsmitglied von »X-Legged Sally« sowie von »Think Of One« bevor er diese Band 2003 verließ, um seine Energie in die »Flat Earth Society« zu stecken. Er spielt außerdem bei »Jaune Toujours«, einer Brüsseler Folk Band mit seinem Bruder Piet Maris an Gesang und Akkordeon. Darüber hinaus hat er mit Kollegen wie Fred Frith gespielt.

 

Wilbert de Joode ist einer der eigenständigsten Bassisten der europäischen Szene. 2015 bekam er den höchstdotierten niederländischen Jazzpreis überreicht. Der Amsterdamer hat mit einer Vielzahl von Berühmtheiten wie Fred Frith, Han Bennink, John Zorn, George Lewis, Mats Gustafson etc. gearbeitet und ist regelmäßig auf den einschlägigen Festivals sowohl in Europa als auch den USA und Kanada zu sehen.

 

Percussionist Michael Vatcher lebt seit 1977 in Amsterdam und arbeitet in Europa mit Musikern und Ensembles wie Available Jelly, der Band The Ex, Frankie Douglas Sunchild, Roof und Michael Moore’s Bands. Andere Musiker, mit denen er gearbeitet hat umfassen John Zorn, Simon Nabatov, Ernst Rijseger. Michael ist künstlerischer Leiter für den musikalischen Part beim Improvisations Festival Frascati in Amsterdam

 

 

Eine Veranstaltung von:

Jazzarchitekt

 

 

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