Ditzner, Demurishvili, Seeleuther (MA)

13.10.2017 (20:00)

 

68219 Mannheim, Winterstraße 30 “Red House” Pfingstbergschule

 

Ditzner, Demurishvili, Seeleuther

 

Zum 14. PfingstbergBlues haben sich die Verantstalter nicht nur etwas ganz Besonderes einfallen lassen, sondern dazu passend auch drei Ausnahmemusiker aus der Rhein-Neckar-Region eingeladen. Am 13. Oktober 2017, 20 Uhr, bilden Paata Demurishvili (p), Erwin Ditzner (dr) und Simon Seeleuther (g) den passenden musikalischen Rahmen für die Präsentation des erstmals in diesem Jahr erscheinenden „PfingstbergBlues“- Kalender 2018.
Die drei Musiker als Band vorzustellen, ist allerdings nicht ganz so einfach, denn eigentlich sind sie gar keine Band im herkömmlichen Sinne. Sie sind viel, viel mehr: die Musiker sind gleich eine ganze musikalische Reihe, zumindest zwei von ihnen.

 

Paata Demurishvili stammt aus Georgien und begann bereits mit 4 Jahren Klavier zu spielen, durchlief eine klassische Ausbildung am Staatlichen Konservatorium in Tiflis. Zahlreiche Preise begleiteten seine musikalische Karriere. Eine Fingerverletzung zwang ihn dazu, als Arrangeur für Film- und Bühnenmusik zu arbeiten. In dieser Zeit lernte er die für ihn damals noch verbotene Welt der Jazzmusik über Aufnahmen von Oscar Peterson kennen. Eine ganz neue Welt tat sich auf, die ihn auf der Suche nach Freiheit – im physischen und wie auch musikalischen Sinne – nach Deutschland führte. Hier fand er im Jazz seine zweite musikalische Heimat. In Heidelberg rief er 2014 die Reihe „Jazz am Neckar“ ins Leben, die seitdem jeden 2. Donnerstag immer ganz besondere musikalische Gäste einlädt und mittlerweile auf über 80 Konzerte kommt. Von Anfang an mit dabei: der Ausnahmeschlagzeuger Erwin Ditzner aus Ludwigshafen. Er bildet zusammen mit Demurishvili das musikalische Gerüst der Reihe „Jazz am Neckar“.
Erwin Ditzner an dieser Stelle hier noch einmal vorzustellen, hieße Eulen nach Athen tragen, tritt er doch bereits zum 4. Male in der Pfingstbergschule auf. Sein Schlagzeugerleben beginnt etwas später, mit 10 Jahren. Er besucht das Wiesbadener Konservatorium, verlässt es aber nach zwei Jahren wieder, um mit Legenden wie Guru Guru, RIF oder Sanfte Liebe zu spielen. In der Folge wirkte er auf mehr als dreißig Alben mit. Wie allen Meistern ihres Fachs sind ihm Dogmen ein Graus. Oder viel weniger eigentlich: er schert sich nicht darum. Aber gerade deshalb, und weil er seine Originalität aus sich selbst und nicht aus den „Zehn Geboten des Jazz“ oder dem „Gesetzbuch des Rock“ schöpft, ist er in allen Genres zu Hause. Ob er mit dem Saxophonisten Lömsch Lehmann, dem Kabarettisten Arnim Töpel, der Sängerin Barbara Lahr oder dem Akkordeonisten Laurent Leroi auf der Bühne steht: stets dient er der Musik und prägt sie doch auch gleichzeitig. Und dann kommt doch noch ein Dogma, seines nämlich: zuhören und schauen was passiert. Ein Anspruch, dem nur der gerecht werden kann, der sein Handwerk atemberaubend gut beherrscht. Und Ditzner tut das. Und schließlich gilt ein weiteres Merkmal der Meister: das der Reduktion. Ditzners Drumset schrumpft mit den Jahren, oft nimmt er gerade mal noch seine Snare mit. Das reicht vollkommen. Und genauso arbeitet er dann auch: das Wesentliche hören und spielen. Das Fazit fällt deshalb auch eindeutig aus: man wird selten einen Drummer hören, der mit so wenig so viel macht ….

 

Simon Seeleuther schließlich, der Dritte in diesem Bunde, unternahm im Alter von elf Jahren seine ersten musikalischen Gehversuche auf der heimischen Konzertgitarre. Schon bald darauf erhielt er seinen ersten E-Gitarrenunterricht. Nach mehreren Jahren Arbeit und Ausbildung im Bereich der Heilerziehungspflege besuchte er die Berufsfachschule für Musik in Krumbach. Dort absolvierte er den Studienzweig Rock/Pop/Jazz-Gitarre bei Markus Birkle und erlangte den Titel des „Staatlich geprüften Leiter der Popularmusik“. Es folgte Studium an der Mannheimer Musikhochschule bei Prof. Frank Kuruc mit dem Abschluss Bachelor of Music (Jazz). Seit 2006 ist er als privater Gitarrenlehrer mit den stilistischen Schwerpunkten Blues, Jazz, Rock, Soul, Funk und Reggae tätig und ist in zahlreichen, unterschiedlichen Formationen wie The Necronautics, SMAF, Slip & Slide, Surf n´Turf, Riot of Colours, PEW PEW, Caribbean Beat Combo oder Frecklesnake an der Gitarre zu hören.

 

 

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