10. Internationales Festival für Jazz: Jazztival Bühl vom 8. bis 12 November

08.11.2017 11:56 von jazz (Kommentare: 0)

 

10. Internationales Festival für Jazz in Bühl - Logo

 

Jazztival-Jubiläumsauflage mit hochkarätigen Musikern aus aller Welt

 

Das Bühler Jazztival feiert in diesem Jahr seine zehnte Auflage – und das „Feiern“ ist wörtlich zu nehmen: Das städtische Orga-Team rund um Bernd Kölmel, Leiter der Schule für Musik und darstellende Kunst Bühl und wichtiger Motor und „Netzwerkler“ beim Festival, kündigt ein hochkarätiges und attraktives Line-Up an. Bei einigen der gebuchten Künstler spricht Kölmel gar von der „Crème de la crème“ der internationalen Jazz-Szene.

 

Dass es gelang, gleich mehrere „Stars“ für das Festival zu gewinnen, führt er auch auf konzeptuelle Neuerungen zurück. So haben die Veranstalter das Festival auf den Zeitraum vom 8. bis 12. November verlagert, um Synergien zu nutzen. „Ende Oktober und Anfang November sind mehrere europäische Jazz-Festivals, was es uns vereinfachte, die dort engagierten Musiker auch für Bühl zu verpflichten“, erläutert Kölmel. Zudem kooperiere das Orga-Team erstmals mit dem ehemaligen ARTE-Redakteur und Jazz-Kenner Thomas Neuhauser, der als Berater fungiere.

 

Wohl jeder Jazz-Fan dürfte an den vier Festival-Tagen auf seine Kosten kommen; bei den letzten Auflagen 2013 und 2015 gab es weniger breit gefächerte, über nur drei Tage verteilte Auftritte. Laut Kölmel kann das Jubiläumsjahr auch aufgrund von zusätzlichen Sponsoren nun wieder in erweiterter Form stattfinden. Hinzu kommt mit dem Bühler Schüttekeller eine neue Räumlichkeit neben dem Bürgerhaus Neuer Markt. Kölmel: „Wir sind sehr froh, dass Impresario Rüdiger Schmidt uns den kultigen Keller zur Verfügung stellt. Dort herrscht ein ganz besonderes Ambiente, in das sich unsere Musiker sicher bestens einfügen.“ Er ist überzeugt, man habe das Profil des Jazztivals justiert und gestärkt; die Messlatte sei in vielerlei Hinsicht „noch höher gelegt worden“.

 

Zu den Künstlern im Einzelnen: Den Auftakt machen Simon Phillips & Protocol IV am ersten Festivalabend im Bürgerhaus. Kölmel zufolge ist der in den USA lebende Phillips eine Schlagzeug-Legende, „einer der zehn größten Drummer weltweit“. Stilsicher bewege er sich zwischen Rock, Jazz und Worldmusic. „Mit seiner neuen Band wendet er sich intensiv dem Jazzrock zu, wofür er angesagte Jazzcracks um sich versammelt hat.“ Am Vormittag des 10. November wird die Band „East Drive“ in der Carl-Netter-Realschule die Serie „Jazz for Kids“ fortführen; das Trio veranstaltet am 11. November im Schüttekeller zudem einen Jazzband-Coaching Day. Zu der Formation, die den Konzertreigen am Sonntag im Schüttekeller übrigens auch beendet,  zählt mit Vitaly Zolotov „einer der innovativsten Jazzgitarristen der neuen Generation“, wie Kölmel betont. Mit Bodek Janke und Philipp Bardenberg verbinde er Worldmusic-Elemente und pulsierenden Jazz.

 

Zur bunt gemischten Künstlerelite gehören auch die „Women in Jazz“ - die europäischen Spitzenjazzerinnen Barbara Dennerlein, Maria Baptist und Ida Sand, die am Freitag wechselweise im Bürgerhaus auftreten. „Die Idee, Frauen in einem Konzert zu vereinen, ist ebenfalls neu“, so Kölmel. Die Schwedin Ida Sand, die am 11. November darüber hinaus eine Gospel- und Jazzpiano-Masterclass anbietet, gilt Kölmel zufolge als „schwärzeste Stimme“ und Pianistin Europas und spielt unter anderem mit Nils Landgren. Ein Höhepunkt des Jazztivals wird natürlich die Gala-Night am Samstag sein: Es konzertieren das „Wolfgang Muthspiel Trio“ aus den USA (Kölmel: „Eine Band um den Österreicher und Wahl-Amerikaner Muthspiel, das sich in der Liga der weltbesten Jazz-Trios bewegt“) und die seit rund 30 Jahren „angesagteste Jazz-Fusion-Band in Amerika“, „Yellowjackets“ rund um den Saxophonisten Bob Mintzer. Mit „Jazz in Kneipen“ klingt der Festivalabend in Lokalen der Stadt aus. Im Fokus des traditionellen Jazzbrunchs in der Firma USM am Sonntagmorgen steht in diesem Jahr Ida Sand, und zwar gemeinsam mit der Bühler Bigband „Brass & Fun“, der deutschen Jazz-Sängerin Sandie Wollasch und der brasilianischen Gitarristin und Vokalistin Zélia Fonseca. Ob der begrenzten Platzanzahl raten die Veranstalter, frühzeitig Karten zu reservieren. Das gilt auch für den „Tea-Time-Jazz“ am Nachmittag in der Max Grundig Klinik. Kölmel: „Wollasch und Fonseca werden im wunderbaren Ambiente der Klinik konzertieren.“

 

Weitere Informationen unter www.jazztivalbuehl.de

 

 

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