
Mit der Eigenkomposition „Lichtspielhaus“ umrahmte teils
swingend, teils sperrig, mit rollenden Bässen und spitzen
Höhen der Pianist Sebastian Sternal die Vorstellung einer
neuen Form der Präsentation von Jazz-Konzerten. Der Mainzer
Jazz-Professor Sternal, Kulturdezernentin Marianne Grosse und
der Programmchef Ludwig Jantzer wollen mit der Reihe
„Treffpunkt Jazz“ Generationen übergreifend Jazz-Fans sowie
ein neues Publikum erreichen.
Die neue Konzertreihe im
Frankfurter Hof, wird nach den Worten Sternals „Musik,
spannende Hintergrundinformation und Jam-Session“ miteinander
verknüpfen. Zum Auftakt widmen der Pianist, Bassist Ralf Cetto
und Schlagzeuger Hendrik Smock gemeinsam mit dem
Gast-Trompeter Frederik Köster ihr Konzert der
Trompeten-Legende Miles Davis. Dazu rezitiert Alexander
Gelhausen aus der Autobiografie des eigenwilligen Stars im
modernen Jazz.
Nach diesem Auftakt am 26. April, 20 Uhr, im Frankfurter Hof sind zwei weitere Konzerte für den 29. Mai unter dem Motto „Tribute to Ella & Louis“ sowie am 20. Juni mit „Movie Classics“geplant. Im ersteren Konzert singen Kai Werth und Miriam Ast die legendären Duette der beiden Stars, im letzten Konzert wird das Jazz-Trio durch ein Streicher-Quartett erweitert.
Den Konzerten mit etwa 60 Minuten soll sich jeweils eine Session anschließen, in der Jazz-Studenten und Musiker aus der Region mit Dozenten und Professoren zusammentreffen. Das Interesse im Vorfeld der Veranstaltungen sei ermutigend, berichtete Jantzer. Für Grosse und Sternal ist es wichtig, dass die Hochschule für Musik auch außerhalb des Universitätsbereiches präsent sein wird. Sie loben die gute Zusammenarbeit, die in nur vier Monaten Vorbereitung die Konzertreihe ermöglicht habe.
Die Reihe „Treffpunkt Jazz“ sollen eine beständiger Bestandteil des Programms im Frankfurter Hof werden, versprechen Grosse und Jantzer übereinstimmend mit Sternal, der nach den Worten der Dezernentin „Ideengeber sowie Schlüsselfigur“ der Konzeption ist. Grosse verspricht Attraktivität auch unter der späteren Einbeziehung internationaler Künstler, wobei die Netzwerke von Sternal und Jantzer genutzt werden könnten. Möglichkeiten eröffnen sich beispielsweise in der Zusammenarbeit mit Jazz-Musikern aus der französischen Partnerstadt. Sternal pflegt darüber hinaus seit seinem Studium in Paris gute Verbindungen der französischen Szene. Mit „Treffpunkt Jazz“ würden die vorhandene Szene ergänzt und neue Impulse gesetzt, betonte Grosse.