Juilette Greco, die Grande Dame des französischen Chansons, und der Saxophonist Jan Garbarek sind die Fixpunkte, die die Repertoirebreite der 17 Konzerte des Festivals „Palatia Jazz“ in diesem Sommer demonstrieren. Greco wird von dem Pianisten Gerard Jouannest und dem Bassisten Jean Louis Matinier begleitet. Garbarek featured den Percussionisten Trilok Gurtu. National sind Frankreich und England zwei Schwerpunkte des Programms, das in der Zeit vom 7. Mai bis 14. August vor allem Saxophonisten, Pianisten und Sängerinnen präsentiert, erläutert Festival-Chefin Suzette Yvonne Moissl bei der Vorstellung.
Neben Garbarek dürfen der Amerikaner David Sanborn und David
Murray zu den herausragenden Saxophonisten zählen. Vertreten
sind daneben Stars der Pianokunst: Der Franko-Amerikaner Jacky
Terrasson kommt mit einem Trio, der Schweizer Thierry Lang zollt
mit seinem aktuellen Programm „Lyoba Revisited“ den Klängen
seiner Heimat Tribut, der New Yorker Pianist Gerald Clayton
verbindet Einflüsse von Klassik bis Hiphop und Roberto Fonseca
lässt mit seinem Quintett ins Innere seines kubanischen Herzens
blicken.
Ein dritter Schwerpunkt bei Palatia Jazz sind die Vokalistinnen.
Eine der vielfach ausgezeichneten Sängerinnen ist Norma Winston
, die das Festivals mit einem internationalen Projekt eröffnet.
China Moses fängt mit ihrem aktuellen Programm den Geist der
legendären Dinah Washington ein und Rebekka Bakken ist eine der
renommierten Stimmen des norwegischen Jazz. Ebenfalls aus
Skandinavien – einer Brutstätte popiger Jazzsängerinnen - kommt
Randi Tytingvag. Ihre Premiere in Deutschland feiert bei Palatia
Jazz die südafrikanische Sängerin Simphiwe Dana, die als
legitime Nachfolgerin der großen Miriam Makeba gilt und ihre
Lieder vorwiegend in ihrer Stammessprache Xhosa singt.
Aus Großbritannien kommen die jungen Musiker von Incognito mit ihrer Mixtur aus Funk, House–Grooves und markanten Bläsersätzen. Ebenfalls ein Grenzgänger im weiten Feld des Jazz ist der Schlagzeuger Manu Katché aus Frankreich der sein Trio mitbringt. Letztlich wäre noch der Israeli Gilad Hekselman zu erwähnen, der zu den talentiertesten Gitarristen der neueren New Yorker Jazzszene zählt.
„Die Eintrittspreise sind im Vergleich zu 2009 stabil
geblieben“, versichert Moissl. Unverändert sei auch das Konzept
des Festivals an historischen Plätzen und mit dem Ambiente des
Jazz-Kulinariums.
Eine Programmübersicht mit allen Terminen und Spielorten
steht im Internet unter
www.palatiajazz.de oder kann telefonisch unter 06326-96 77
77 erfragt werden.
Klaus Mümpfer