Oliver Leicht

Herrenrunde
feat. Ack van Rooyen



J4E 4787
Oliver Leicht (as, cl), Norbert Scholly (g), Ingmar Heller (b), Jens Düppe (dr)
special guest on 01, 03, 04, 05, 07: Ack Van Rooyen (fl-h)

Recorded June 12th & 13th 2007 at Hansahaus Studios Bonn by Oliver Bergner. Mixed shortly thereafter
at Red-Couch-Studio Pforzheim by David Sasowski. Mastered slightly later at Soundgarden Studio Hamburg by Chris Von Rautenkranz


 
Manche Kaffeekränzchen sollten der Welt nicht vorenthalten bleiben. So auch Oliver Leichts „Herrenrunde“, ein Quartett mit dem Saxophonisten, Klarinettisten Oliver Leicht und einer wunderbaren Rhythmusgruppe mit Norbert Scholly, Gitarre, Ingmar Heller, Bass und dem Schlagzeuger Jens Düppe. Aus diesen Musikern entwickelte sich schon vor einiger Zeit die „Herrenrunde“. Vier Künstler, die miteinander und aufeinander reagieren und dabei den mo-dern arrangierten Kompositionen aus der Feder Oliver Leichts ganz besondere Farben geben.

Gemeinsam werden hier die einzelnen Titel improvisatorisch aufgebrochen und erweitert.
Dabei entstand eine ganz eigenwillige CD, die immer wieder mit Gegensätzen spielt. Fast heitere Stücke werden gegen dunkel, melancholische Kompositionen gestellt; stoßen sich ab und fügen sich doch wieder ineinander. Gekonnt lässt Leicht Dynamik in Langsamkeit zu-rückfallen. Dadurch verstärkt sich die besondere Wirkung der Stücke, vor allem in den Balla-den, in denen sich der weiche Klarinetten-Sound Leichts wunderbar mit dem Flügelhorn ver-bindet.

Mit Ack Van Rooyen sei hier der fünfte Künstler genannt, den Leicht für diese Produktion eingeladen hat, um den Sound der „Herrenrunde“ zu bereichern. Sein lyrisches Flügelhorn fügt sich mit Eleganz in das Ensemble, wird aufgenommen und schwebt gleichzeitig darüber.
Diese spannende Zusammenarbeit der Formation erweitert das im Zentrum stehende Idiom des Modern Jazz und sucht über diese Stilistik hinausgehend immer wieder neue Richtungen. Dabei lässt Leicht seine Musik durch die hervorragenden Musiker gemeinsam gestalten und gibt ihr damit Raum zum Wachsen. Immer wieder entsteht so Neues, Interessantes und Be-wegendes.

In dieser Verbindung zeigt Oliver Leicht mit seiner zweiten Veröffentlichung eine wunder-bare, spannungsgeladene und neue Seite der „Herrenrunde“, die ja bereits als Teil seines Oktetts [Acht.] ihr Können auf der ersten Veröffentlichung im Jahre 2006 gezeigt hat. Er betont den Kern des großen Ensembles und besinnt sich auf dessen Ursprünge, entstanden aus eben dem erwähnten Kaffeekränzchen in Leichts Wohnung in Köln - das Ergebnis gibt ihm Recht.