Wedeli Köhler Ensemble - Hommage à Django

10.10.2013 13:56 von jazz (Kommentare: 0)

 




7 Jazz, 7J-010-2


Musikerkollegen nannten ihn respektvoll „den Meister“. Der Geiger und Gitarrist Wedeli Köhler ist am 16. August nur wenige Wochen vor der Veröffentlichung seiner gelungenen Einspielung „Hommage à Django“ im Alter von 62 Jahren gestorben. Nach einer achtjährigen Pause verschafft ihm diese CD ein würdiges Andenken und belegt, dass er einer der besten Geige des Jazz in der Reinhardt-Tradition gewesen ist. 

Wedeli Köhler schöpft aus drei Quellen: dem Swing Jazz des legendären Django Reinhardt, wie etwa „Danube“ mit seinen schönen rhythmischen Wechsel oder die Interpretation von „Sweet Georgia Brown“ auf der CD belegen. Zweitens aus dem französischen Swing Valse, dem Musette, in „Waltz für Prinzo“ und drittens der osteuropäischen Ziguener-Folklore, dem Csardas, – besonders ausgeprägt mit Schmelz in „Ungarisch traditional 1“ und Dramatik in „Ungarisch traditional 2“. Entspannt und elegant phrasiert der Meister, getragen und gefühlvoll in „Georgia on my mind“ oder „Out of nowhere“, beschwingt und schnell in „I found my baby“ oder „Hungaria“. Mitreißender Swing, lyrische Improvisation und melodische Inspiration verbinden sich bei ihm in einem unverkennbaren Personalstil. 

Mit Mano Guttenberger an der Sologitarre, seinem Sohn Sascha Reinhardt an der Rhythmusgitarre und BrankoArnsek am Kontrabass hat Wedel Köhler für seinen Gypsy Jazz kongeniale Partner gefunden. 
„Zimto Fantasia“ präsentiert einen sensiblen Sascha Reinhardt an der Gitarre. Aus der Reihe fällt die abschließende Trio-Aufnahme mit dem Pianisten Benjamin Reinhard, dem Bassisten Bruno und Elamer Balogh mit dem Hackbrett Zymbal.

 

(km)

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