Sven Bergmann Quartett - Seasons

10.10.2013 13:52 von jazz (Kommentare: 0)

 




Wunderbar Records WJ 001


„Seasons“ von Sven Bergmann ist das Jazz-Debut von Wunderbar-Records in Bochum. Die Musik des Quartetts um den Pianisten Bergmann ebenfalls als wunderbar einzustufen wäre etwas übertrieben. Dennoch ist „Seasons“ ein gefälliges und unterhaltsames sowie hörenswertes Album mit vorzüglichen Musikern. Spielwitz und –lust bestimmen die elf Kompositionen des Pianisten aus dem Ruhrpott. 

Die Stücke fließen elegant und swingen im Hauptstrom des Jazz oder lassen wie das rhythmisch groovende“ Simoom“ die Füße unwillkürlich mitwippen. Tom Arthurs pendelt mit Trompete und Flügelhorn zwischen dem coolen Miles Davis wie in „Quiet Moon“ und dem hitzigen Chuck Mangione: Er bläst aber auch expressive Stakkati wie in dem anregendsten, weil sich dem freien Spiel nähernden, „Cro Magnon“. Stefan Werni lässt seinen Bass zumeist flott marschieren, zeigt in seinen Soli zudem kreative Harmonieläufe. Schlagzeuger Bill Elgart glänzt wie üblich mit diffenzierter Dynamik etwa in einem Solo bei „SpyGirls“ und fasziniert bei dem genannten frei pulsierenden „Cro Magnon“ in einem reizvollen Duo mit dem Pianisten. Quartett-Chef Bergmann swingt perlend bis groovend, antwortet sensibel in Duos mit tastenden Single-Notes. 

Die „Seasons“ bieten eine abwechslungsreiche und frische sowie vitale Musik, die dramaturgisch geschickt zwischen Balladen und Up-Tempo-Stücken wechselt. „Seasons“ ist ein Album, das auf einem ansprechenden künstlerischen Niveau den modernen Mainstream kurzweilig zum Erklingen bringt. Dem Promotion-Text zufolge soll Jasper van´t Hof beim Anhören „restlos begeistert“ gewesen sein

 

(km)

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