Review: Tuija Komi - Something

29.10.2013 17:58 von Klaus Mümpfer (Kommentare: 0)

 

Tuija Komi - Something Cover
 

GLM. EC555-2

 

Mit dem betörenden Schmelz ihrer sinnlichen Stimme beschwört die finnische Sängerin Tuija Komi vertraute romantische Stimmungen, elementare Sehnsucht und Leidenschaft, schmerzlichen Abschied und holdes Bescheiden, Augenblicke höchsten Glücks, aber auch melancholische Nostalgie und kontemplative Poesie. Ihr schleppender Gesang passt zu dem Titel „Five ´Clock in the morning“ und zu der Begleitung des Trompeters Dusko  Goykovich auf der gestopften Trompete. Tulenliekki“ oder „Flame of passion“ lautet der nachfolgende Titel. Komi besingt eine offensichtlich sehr gebremste Leidenschaft, die erst im Laufe des Stücks emotionaler und expressiver wird. In drei anderen Stücken setzt der Akkordeonspieler Vlad Kojocaru tänzerische Akzente.

 

Ungezwungen mischt die Finnin, die seit 1995 in Deutschland, lebt Swing und Mainstream-Jazz mit Liedern aus ihrer nördlichen Heimat sowie Popsongs wie Stevie Wonders „You and I“ in raffinierten Arrangements. Begleitet wird sie dabei von dem Pianisten Walter Lang, dem Bassisten Peter Cudek und dem Schlagzeuger Martin Kolb.

 

Tuija Komi setzt ihre ausdrucksstarke, zumeist klare, Stimme mit den vielfältigen stilistischen Ausprägungen klug ein. So wirkt die CD „Something“ vor allem entspannend und erholsam. Die perlenden Klavierläufe tragen das Ihre zu der Leichtigkeit der Musik bei. Immer wieder bietet sich dem Bassisten und dem Pianisten Gelegenheit zu kammermusikalischen Soloausflügen oder beschwörenden, ostinaten Figuren.

 

Tuija Komi scheint keine Experimente zu lieben, doch ihr Gesang und die balladeske  Musik ihres Trios „from the land oft he midnight sun“ wird mit Sicherheit eine große Fangemeinde im Hauptstrom des Jazz ansprechen.

 

(km)

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