Fattigfolket - Park

10.10.2013 13:37 von jazz (Kommentare: 0)

 




Ozella Music, OZ 038 CD


Dem jungen schwedisch-norwegischen Jazzquartett „Fattigfolket“ eilt ein guter Ruf voraus. Sie haben auf dem renommierten Tremplin Jazz d´Avignon Festival 2003“ einen Preis gewonnen, amerikanische Bands von der Westkünste, wo schon immer der softere Jazz zuhause war, haben Kompositionen der Skandinavier in ihr Repertoire aufgenommen. Nun liegt mit „Park“ eine neue – die dritte? – Einspielung vor. Auch auf ihr bewegt sich die Musik zwischen einer leichten Sommerprise und kühlen Windböen.

 

Der Trompeter Gunnar Halle, Saxofonist und Klarinettist Hallvard Godal, Bassist Putte Johander sowie Drummer Ole Morten Sommer agieren und reagieren sensibel und sicher. Sie kosten die Nuancen von Klangfarben und Sounds aus. Schwebende Klänge fließen dahin, verhaltene expressive Läufe auf Saxofon und Klarinette umspielen einander, verflechten sich oder erklingen unisono. Immer präsent ist der Beat der Drums und stützend der Bass. Elegische Sounds wirken verträumt und lyrisch. 

 

Diese Musik ist so subjektiv wie wohl auch der Geschmack der Freunde des Quartetts. Allgemein wirkt sie zu melancholisch und schwermütig. Dunkel dräuend mit hellen Spitzlichtern wie der „Mauerpark“. Man wünscht sich trotz vorhandener differenzierter Innenspannung ein wenig mehr Abwechslung und Energie. Gewiss sind die Parks von der Pfaueninsel bis zum Grunewald, denen die Kompositionen zugeordnete werden, kontrastreicher als die Musik, die mit spröder Schlichtheit ehe für die innere Stille als für Abwechslung sorgt.

 

(km)

Zurück