Albie Donelly´s Supercharge - The best of

10.10.2013 14:25 von jazz (Kommentare: 0)

 



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Albie Donellys Stimme ist geprägt vom britischen Rhythm & Blues, sein Saxophonspiel stets erfüllt mit Soul-Power. Messerscharfe Bläsersätze und satte Grooves setzen sich in den Gehörgängen fest und gehen in die Beine. Er spielt energiegeladene Stücke wie „Them changes“ mit Hammond-Grundierung und rauem Blues. Dieses mitreißende Stück lohnt schon den Kauf der CD. Der Sänger und Saxophonist kann aber auch wie in „Fool that I am“ mit warmer Stimme zu filigranem Gitarrenspiel Balladen interpretieren oder wie in „I need you tonight“ ein soulgetränktes Saxophon blasen. Dass nach dem treibenden „Them changes“ eine beseelte langsame Bearbeitung von „Naima“ dient zwar der Abwechslung, kann aber kann aber auch stören.

Man wird beim Anhören der CD „The thrill has gone!“ mit den größten Hits der zurückliegenden 35 Jahre von Albie Donnellys Supercharge nachvollziehen, dass die Band in Sachen Rhythm´n´Blues sowie Swing und Good Times Rock´nRoll ´zu den prägenden Live-Formationen zählt. Typisch und bezeichnend für viele Stücke ist der Titel „Get up and dance“. Ein wenig ist dabei dem Flötenspiel eines Ian Anderson entliehen. Auch andere Stücke wie das popige „After the show“ oder das abschließende „Play some fire“ sorgen für einen „deja vue“-Effekt. Nichts desto trotz werden sie beim Live-act das Publikum zu rhythmischen Körperzuckungen verführen.


Ihren Ruf als Bühnenformation prägte die 1974 gegründete und später erneuerte Band nicht zuletzt als Vorgruppe von „Queen“ vor mehr als 100 000 Zuhörern beim Hyde-Park Festival. Nach vielen „Ups and Downs und mehr als 2000 Auftritten lebt der Liverpooler Albie Donelly heute im westfälischen Heiligenhausen und wird mit seiner wohl sechsten Generation an Musikern – diesmal aus Deutschland – bei Jazz-Festival Bingen swingt 2013 spielen.

 

(km)

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