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| Allgemeiner Jazz-Talk Hier geht's querbeet um alles was mit Jazz auch nur im entferntesten zu tun hat... |
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#1
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<font size="1"> <font color="#000000"> LETZTE BEARBEITUNG am: Dez-12-05 um 01:00Uhr (GMT)</font>
Another year over, another year done ... Es ist ja mal wieder soweit: Das Jahr neigt sich dem Ende. Zeit, zurückzublicken und mal zu schauen was es gebracht hat, was begeisterte, was vielleicht aber auch enttäuschte. Ich gehe gleich mal mit gutem Beispiel voran: Ich habe dieses Jahr nur wenige Konzerte besucht. Es waren aber zwei tolle dabei: Jan Jelinek + Andrew Pekler im Watergate/Kreuzberg. Musik die wie Kraftwerk anfing und über Can in Sonic Youth mündete, das ganze vor fantastischen Panorama mit Spreeblick. Bill Frisell mit Greg Leisz und Jenny Scheinmann im Quasimodo. Der für mich grandioseste Gitarrist der Gegenwart spielte vor 400 Hörern ein Programm aus ausschließlich John Lennon Stücken in der Besetzung Gitarre, Violine, Lapsteel. So schön, dass ich ganz sentimental wurde. Platten: Habe wieder eine ganze Menge Reissues und olle Kamellen gekauft, auch einiges geschenkt bekommen, wobei die gut 300 Stücke (!) von Johnny Hodges als mp3 eindeutig den Vogel abschossen. Eine schöne Wiederentdeckung. An neuem gefiel mir gut 12 SONGS von Jenny Scheinmann. Sprödes aber zugleich romantisches Zeug . Von NOCTURNES von Andrew Pekler hatte ich schon an anderer Stelle geschwärmt. SHELFLIFE von Uri Caines Bedrock hat mich gut amüsiert. Eine GANZ verbotene Lieblingsplatte hat mir in diesem Sommer an ein paar extrem stressigen Tagen und Nächten mehrfach das Leben gerettet: THE WILD, THE INNOCENT & THE E-STREET SHUFFLE von - ja - Bruce Springsteen aus dem Jahr 1973: A hot summernight auf dem Boardwalk in Asbury Park und der 57th Street/NYC, Sturm und Drang, wildromantische Liebe und Klappmesser. Ein Rausch! Der humoristische Höhepunkt war natürlich der Auftritt von Gerhard „Ich bleibe Kanzler, wer denn sonst! Basta!“ Schröder in der Elefantenrunde nach der Bundestagswahl. Wat hammwa jelacht! :7 Wie siehts bei Euch aus??? Liebe Grüße, Jürgen. Huch, fast vergessen hätte ich Schlippenbachs und der Enttäuschung Einspielung von Monks Gesamtwerk. Frank hatte hier ein Super-Sonderangebot ermöglicht. Ein netter Zug!
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Es wird immer weitergehen Musik als Träger von Ideen (Kraftwerk) |
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#2
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<font size="1"> <font color="#000000"> LETZTE BEARBEITUNG am: Dez-12-05 um 01:28Uhr (GMT)</font>
Hallo Jürgen, wir dürfen weiterlachen: So einer wie Schröder fällt doch nicht, er steigt immer auf, jetzt vom Kanzler zum Oligarchen :7 Highlights Joachim Kühn und Rabih-Abou Khalil begeisterten mich mit einem gemeinsamen Konzert, die entspr. Platte schenk ich mir selbst zu Weihnachten gleich drei Höhepunkte an einem Tag bei beim Brosella Festival: Deborah Brown richtig klassisch jazzgesanglich, Lew Soloff trompetistisch, und Badi Assad den Gitarrenjazz kreativ rundumerneuernd an einem Tage gleich zweimal gehört, wär was für mampf gewesen: Benny Golson mit der Galapagos Bigband off-topic, aber von schindelbeck empfohlen: Trio Joubran mit arabischer Oud-Musik, drei Brüder in absoluter Harmonie fehlte mir noch nach früher mal erlebten Konzerten mit Wynton Marsalis, Terence Blanchard, Nicholas Payton, Jon Faddis: Roy Hargrove, und überraschte mit seinen Kollegen ebenbürtiger Beherrschung boppigen bis mainstreamigen Metiers Carla Bley hatte es etwas schwer, mußte sie doch das gute alte Liberation Music Orchestra mit einem völlig ausgewechselten Repertoire rüberbringen. Es sollte zwar Antikriegsmusik sein, aber diesmal eben auch u.s.-patriotisch, das war etwas merkwürdig. Und die Musiker taten sich schwer sich von umfallenden Biergläsern nicht aus dem Takt bringen zu lassen. Insgesamt aber irgendwie noch eine gute Performance Frank Runhoff mit seinen Hank Mobley Arrangements war genial Und viele grosse und kleine Momente im Jazzhaus HD oder auf anderen Bühnen rundeten die Jazz-Ereignis-Palette 2005 ab Bei den neuen Platten wurde ich sentimental bei "Old Friends", einer Platte mit dem guten alten deutschen Jazz-Avantgarde-Sound ;) Herzlichen Gruß, Uwe |
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#3
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Meine CD des Jahres heißt : A FEW INCIDENCES und wird vom Simon Nabatov Octet gespielt. Das sind:
Phil Minton voice , Frank Gratkowski as,cl,bcl,fl , Nils Wogram trombone , Ernst Reijseger cello , Cor Fuhler electronics,keyolin , Matt Penman bass , Michael Sarin drums , Simon Nabatov piano,composition . Erschienen bei LEO. Eine zeitgemäße Musik auf CD, nur live war es viel, wirklich viel besser. |
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#4
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Ich bastle noch an meinen Jahrescharts, sowohl was die CD- als auch die Konzerthöhepunkte angeht. Wir laden jedes Jahr am 23. Dezember, zu Irish Stew und Schwarzbier, zu einer kleinen musikalischen Soiree mit den Freunden, die "unsere" Musik mögen, und lassen dabei das Jahr Revue passieren. Und dabei stellen wir dann auch unsere "Top 10" vor. Und genau die stelle ich gerade zusammen. Und in Kürze in diesem Forum vor. Nach dem Wochenende - wenn ich mir die eine oder andere CD noch einmal angehört habe.
Gruß, che |
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#5
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So, jetzt ist entschieden. Meine Top 10-CDs des Jahres 2005
1. Charles Lloyd: Jumping the Creek 2. Chango Spasiuk: Tarefero de mis Pagos 3. Marc Ribot: Spiritual Unity 4. Madeleine Peyroux: Careless Love 5. Pino Minafra: Terronia 6. Nils Petter Molvaer: er 7. Elena Ledda: Amargura 8. Matt Wilson's Arts & Crafts: Wake up! 9. Kurt Rosenwinkel: Deep Song 10. Bill Evans: Soul Grass Die letzten beiden CDs mit ein wenig Unwohlsein, denn das Bill Evans-Konzuet in Darmstadt war nur laut, sonst undifferenziert und schwach, aber die CD hat ein paar echte Ohrwürmer. Und Rosenwinkel schöpft sein Potenzial immer noch nicht aus, aber er hat einfach diesen umwerfend eigenen Klang. Alternativen wären die etwas bizarre neue Sonny Rollins-CD und die neue von The Bad Plus gewesen. Und wenn es mal ganz ruhig sein soll, lege ich 'Tati' von Enrico Rava auf. Die beeindruckendsten Konzerte: Pino Minafra in Speyer The Bad Plus in Frankfurt Vienna Art Orchestra in Darmstadt Henri Texiers Strada Projekt in Frankfurt Ornette Coleman in Ludwigshafen Bennie Wallace in Frankfurt |
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#6
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1. Charlie Haden: Land of the sun
2. Frank Woeste: Mind at play 3. Brad Mehldau: Live in Tokyo 4. Harry Connick Jr: Occasion 5. Joshua Redman: Momentum 6. Stephane Belmondo: Wonderland 7. Dee Dee Bridgewater: J'ai deux amours 8. Le Sacre Du Tympan: Le Retour! 9. Michel Graillier: Fairly 10. Paolo Fresu: Kosmopolites und? |
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#7
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Naja ich hab ein Pat Metheny Album bekommen und war gleich begeistert - sehr schöne Musik!
Ich persönlich mag akkustik und semi-akkustik Gitarren sehr und war mit "A map of the world" somit bestens bedient. mfg Erdfried |
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