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#1
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Hallo Leute!
Ich bin kurz davor, mir mal ein Fakebook zuzulegen, weiß jedoch leider nicht welches. Welches wird am meisten genutzt? Das Realbook oder the new real book? Oder andere? Und welches Volume? Wäre nett, wenn ihr mir da helfen könntet! Danke! |
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#2
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Hi Jazzohr,
du trägst die Antwort auf deine Frage schon im Nicknamen: "-ohr" Jazz nach Noten lernen zu wollen, auch per Fakebook/Realbook, ist eigentlich ziemlicher Unsinn. Der Witz ist, daß du deine Ohren, deinen Geist, dein Gefühl und dein Gedächtnis erziehen mußt. Alles, was in irgend einer Form darüber niedergeschrieben ist, ist lediglich eine Art Stütze. Jazzbezogenes Denken beinhaltet eine sehr spezifische, oft sehr individuelle Art und Weise, _wie_ mit Tonmaterial, Rhythmen, Harmonien, Melodien und allen möglichen Ideen umgegangen wird. Die ersten Jazzer (1910-1950) haben sehr viel nach Gehör einstudiert, viele hatten ein Mammutgedächtnis, es gab aber auch viele gute Arrangeure und Vom-Blatt-Leser unter ihnen. Wenn einige (und nich mal wenige von ihnen) auch langjährigen, klassischen Instrumentalunterricht hatten, dann meistens nicht, wie heute, auf irgendwelchen "Jazz-Instituten", sondern sie haben nach Schulung durch Eltern und Privatstunden sowie "Herumhängen" mit älteren Jazzern ihr ganzes Leben auf die Musik ausgerichtet und sie dadurch oft auch mitentwickelt. Vor dem 2. Weltkrieg war es üblich, sich seine Notizen fast ausschließlich selbst zu erstellen - heute gibt es viele, oft gigantisch inhaltsreiche "Notizen-Sammlungen", die "Fakebook" oder "Realbook" genannt werden. Oft sind aber darin die ursprünglichen Harmonien von Originalkompositionen nicht 100%ig richtig dargestellt, d.h. die Akkorde, über die Stücke tatsächlich vom Komponisten komponiert wurden und eigentlich erstmal genauso zu spielen/singen sind, sind bereits variiert oder es fehlen oft ursprüngliche Passagen, wie z.B. Intros oder sogar ganze Vers-Teile. Jemand erklärt das hier sehr schön und in Kürze: http://www.michaelsattler.de/jazz-st.../realbook.html http://www.michaelsattler.de/realbooks/ Jemand anders listet einfach auf: http://www.seventhstring.co.uk/fbindex.html Die wichtigste Grundmethode ist immer, soviel verschiedene Quellen wie möglich aufzutun, um sie dann individuell als Jazz zu verarbeiten, Realbooks/Fakebooks alleine reichen bei weitem nicht: - klassische Kompositionen - alte Volkslieder und Tänze (v.a. Tanzrhythmen!) - Show-Kompositionen - Liedtexte aller Art - Unmengen an Jazztiteln (-> Aufnahmen hören und memorieren) - zeitgenössische Musik (Pop, Fusion, etc., egal was) - eigene Ideen über vorliegende Themen - selbst entwickelte, eigene Themen - Harmonische Muster und Funktionen, die als "Werkzeugkiste" dienen - echte Empfindung, wache Beobachtung und durchdachtes Strukturieren - eine persönliche Rhythmen-Bibliothek Ich würde mit diesem Band hier anfangen, vorausgesetzt, du bist im Spielen über Harmonien schon etwas geübter: http://www.michaelsattler.de/realboo...fake-book.html Das ist eine umfangreiche, durch alle Jazz-Idiome gehende Sammlung, und lohnt sich wirklich (erstmal C-Version kaufen!). Am besten immer das, was du daraus ziehst, mit Interpretationen durch die Jazzmeister vergleichen, das ist meistens sehr lehrreich. Jazz ist lebenslanges (dazu)lernen. Viel Spaß! twofour |
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#3
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Bin noch recht ahnungsloser Einsteiger (Jazzgitarre) Frage:
Was hat es mit den verschiedenen Versionen der Real-Books auf sich (C, Bb, Eb) ? Gibt es irgendwo die "Original"-Tonarten, die sich an den bekanntesten Interpreten / Interpretationen der Stücke orientieren? Kurz gefragt welches real-book kauf ich mir als Gitarrist für den Einstieg? |
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#4
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Zitat:
als Gitarrist nimmst Du die C-Version der Realbooks. Bb- und Eb-Version sind für die sogenannten transponierenden Instrumente. z.B. Tenor- oder Alt-Saxofon. Ich würde übrigens die New-Real Books von Chuck Sher empfehlen. Die sind qualitativ deutlich besser als die alten Real Books. Grüße holgit |
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#5
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Diese Fakebooks gibt es alle auch als PDF. Am besten von einem Freund kopieren und dann vielleicht eines kaufen, das Dir am meisten zusagt. Oder am besten gar nicht verwenden und die Lieder, die Du spielen willst gleich auswendig lernen.
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