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#1
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Man bezeichnet ja Keith Jarrett, Chick Corea und Herbie Hancock immer als die "Großen Drei" des Pianos, gerade neulich hab ich diese Bezeichnung wieder gelesen. Aber stimmt sie noch? Ich glaube mal nicht. Die große Zeit der 3 ist doch schon vorbei (auch wenn Jarretts letztes Album ja enorm erfolgreich war).
cosmo |
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#2
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>Man bezeichnet ja Keith Jarrett, Chick
>Corea und Herbie Hancock immer >als die "Großen Drei" des >Pianos, gerade neulich hab ich >diese Bezeichnung wieder gelesen. Klingt nach einer griffigen Journalistenformulierung. Es ist aber wohl tatsächlich auch eine Art von "Generationenfrage" - wenn man von den großen drei des Jazzpiano spricht und T. Monk ist nicht dabei, dann werde ich skeptisch ;-) Gruss, Frank
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www.schindelbeck.de |
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#3
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der begriff der "großen 3" ist mir auch häufiger untergekommen. allerdings in letzter zeit nicht mehr. ich glaube, diese bezeichnung stammt aus den 70er und 80er jahren. für diesen kurzen abschnitt der jazzgeschichte mag das damals ja griffig gewesen sein, besonders für die kritiker.
ich mag diese drei pianisten, aber zu meinen persönlichen großen 3 gehören sie nicht.. gruß nils |
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#4
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>Klingt nach einer griffigen Journalistenformulierung. Es >ist aber wohl tatsächlich auch >eine Art von "Generationenfrage" - >wenn man von den großen >drei des Jazzpiano spricht und >T. Monk ist nicht dabei, >dann werde ich skeptisch ;-) Dem ist nur zuzustimmen. Thelonious Monk war sicherlichen einer *der* Innovatoren, aber auch Bill Evans ist für mich ausgesprochen wichtig. Und dann sind ja da noch so viele: Art Tatum, Bud Powell, Horace Silver, Cecil Taylor, Oscar Peterson und, und, und. Die genannten "Großen 3" sind sicherlich für ihre Zeit/Epoche wichtige Leute (also irgendwo im Bereich Fusion und Modern Mainstream). Aktuell sind für mich besonders interessant Brad Mehldau und Jacky Terrasson, bei den deutschsprachigen Pianisten gefallen mir besonders Simon Nabatov, Jens Thomas und Roberto Di Gioia. Aber bei solchen Aufzählungen vergißt man immer welche, die einem nach ein paar Minuten dann einfallen - Ranglisten sind mehr als fragwürdig. Gruß Reinhard |
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#5
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habe vor einiger zeit übrigens einen weiteren "großen" entdeckt, der bis heute völlig unterschätzt ist und mich ziemlich umgehauen hat.. und zwar der kalifornier hampton hawes (1923-1977). zeit seines lebens ein junkie, gings mit seiner karriere nie steil nach oben. er war mit monk befreundet, der ihn gelegentlich bei sich aufnahm, wenns ihm besonders schlecht ging.
zwei seiner einspielungen kann ich nur dringend empfehlen: 1. Trio (mit charles mingus, dannie richmond) 2. hamp's blues (mit eberhard weber, peter witte) letzteres album erschien 1967 auf dem schwarzwald-label "mps" und ist als cd derzeit glaube ich nur schwer zu beschaffen... gruß nils PS. wie stehts bei euch eigentlich mit lynne arriale?? |
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#6
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>Thelonious Monk war sicherlichen einer *der*
>Innovatoren, aber auch Bill Evans >ist für mich ausgesprochen wichtig. Ich selbst komme eher von der "Bläser-Seite" und habe für mich die Pianisten relativ spät entdeckt, obwohl ich schon immer Monk gut fand. >Und dann sind ja da >noch so viele: Art Tatum, >Bud Powell, Horace Silver, Cecil >Taylor, Oscar Peterson und, und, >und. Wenn ich hinzufügen darf: Don Pullen, Mal Waldron, Randy Weston, die zu meinen persönlichen "Lieblingen" gehören und sicherlich alle von Monk herkommen. McCoy Tyner ist auch außerhalb des Coltran'schen Schatten extrem hörenswert. Ebenso erwähnenswert: Geri Allen, die schon über Jahre hervorragende Platten abliefert (die erste "Printmakers" zähle ich immer noch zu ihren besten). Ungefähr zur gleichen Zeit kam Michelle Rosewoman mit einer guten CD auf den Markt: "Quintessence"...sie habe ich aber dann nicht weiter verfolgt :-/ Um die deutschen Pianisten nicht ganz zu vergessen: wie wär's mit Wolfgang Dauner? (nicht zu vergessen natürlich die "Jazzpages-Musiker" Jürgen Friedrich, Achim Jaroschek, Peter Fulda u.a. ;-)) >Die genannten "Großen 3" sind sicherlich >für ihre Zeit/Epoche wichtige Leute >(also irgendwo im Bereich Fusion >und Modern Mainstream). These: wenn Musiker schon *so* erfolgreich sind, dann müssen sie auch sehr in Richtung Mainstream tendieren?! >Aktuell sind für mich besonders interessant >Brad Mehldau und Jacky Terrasson, d'accord. >Aber bei solchen Aufzählungen vergißt man >immer welche, die einem nach >ein paar Minuten dann einfallen Darum habe ich noch ein paar genannt und sicherlich noch mehr vergessen ;-) >- Ranglisten sind mehr als >fragwürdig. Das wird vermutlich hier auch keiner ernsthaft tun. "Die großen Drei"... erinnert mich nur an die "drei Tenöre", "drei Musketiere" und die "drei von der Tankstelle" :-) Gruss, Frank
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www.schindelbeck.de |
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#7
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>"Die großen Drei"... erinnert mich nur
>an die "drei Tenöre", "drei Musketiere" >und die "drei von der Tankstelle" ich glaube frank hat die treffenden schlussworte zum thema der "großen 3" gefunden... gruß nils |
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#8
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Hi, cosmo!
Die Bezeichnung 'Die Großen Drei' ist ja völlig austauschbar. Ob Musik, Literatur, Kunst etc. - es ist ewig immer nur ein Messen in Größen oder Bekanntheitsgraden. Seitdem ich mich mit der Organisation von Jazzfestivals befasse, habe ich viele Musiker kennen gelernt, die diesen o.a. 'Dreien' in der Qualität der Musik in nichts nachstehen (für das Piano/den Flügel möchte ich hier nur stellvertretend für viele Ekkehard Wölk aus Berlin nennen), und das sind nicht wenige. Die Verdienste um den Jazz der ober gennaten ist unumstritten, aber immer so ein 'Bohaj' darum zu machen ist schlicht albern ;-). Andere sind eben so gut, nur leider nicht so bekannt! Was meinst DU? Gruß Ralph |
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#9
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..>Andere sind eben so gut, nur
>leider nicht so bekannt! > >Was meinst DU? Ich stimme euch allen zu! Auf einem Instrument eine bestimmte Anzahl von Musikers als "Die besten der Besten" zu bezeichnen, ist schlicht albern (wie du schon gesagt hast), Da es eben eine undurchschaubare Menge an Musikern auf dem betreffenden Instrument gibt. Außerdem ist es egal, wer wie und wieveil und wie schnell spielt. Denn worauf es letztendlich ankommt, ist die Musik, die am Ende rauskommt! cosmo |
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#10
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>habe vor einiger zeit übrigens einen
>weiteren "großen" entdeckt, der bis >heute völlig unterschätzt ist und >mich ziemlich umgehauen hat.. und >zwar der kalifornier hampton hawes >(1923-1977). zeit seines lebens ein >junkie, gings mit seiner karriere >nie steil nach oben. er >war mit monk befreundet, der >ihn gelegentlich bei sich aufnahm, >wenns ihm besonders schlecht ging. > > >zwei seiner einspielungen kann ich nur >dringend empfehlen: > >1. Trio (mit charles mingus, dannie >richmond) > >2. hamp's blues (mit eberhard weber, >peter witte) > >letzteres album erschien 1967 auf dem >schwarzwald-label "mps" und ist als >cd derzeit glaube ich nur >schwer zu beschaffen... > >gruß > >nils Hallo Nils - ein Super-Tip! Habe mir heute "The Trio Vol. 1 & 2" besorgt (OJC 316 & 318) von 1955/56 - zwei wirklich unglaublich gute Alben. Du meinst aber anscheinend eine andere 'Trio', denn hier ist die Besetzung Hawes / Red Mitchell (b) und Chuck Thompson (dr). Über "Hamp's Blues" habe ich nichts erfahren können. Gruß Reinhard |
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