![]() |
|
|||||||
| Registrieren | Karte | Impressum | Hilfe | Benutzerliste | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
| Allgemeiner Jazz-Talk Hier geht's querbeet um alles was mit Jazz auch nur im entferntesten zu tun hat... |
![]() |
|
|
Themen-Optionen | Ansicht |
|
#1
|
|||
|
|||
|
Ich habe gerade eine CD von dieser Band ausgeliehen, "Silent Is Sexy", und bin jetzt geradezu süchtig nach dieser Musik. Die Texte sind eindeutig über deutschem Standart und die Musik wunderbar melancholisch. Ich dachte eigentlich immer, dass die Musik etwas härter sei, war doch meine erste Begegnung mit der Band ein Video, in dem ein Apathischer Sänger (Bargeld) ind die Kamera heulte und immer den selben Akkord auf seiner e-Gitarre schrammelte und im Hintergrund ein halbnackter Typ mit Vorschlaghämmern auf eine Metallplatte einhämmerte und ein dritter mit einem Presslufthammer rumhantierte.
cosmo |
|
#2
|
|||
|
|||
|
Auf der obst genannten CD, "silence is sexy" habe ich ein neues Lieblingslied entdeckt.
Und zwar "Die Befindlichkeit des Landes". Das ist ein Lied über den Umbau am Potzdammer Platz. Ich war mal da als es noch Baustelle war. Die Athmosphäre ist genial festgehalten im Text und in der Musik! cosmo |
|
#3
|
|||
|
|||
|
Hallo Cosmo,
ist schon lange her, daß ich die "Einstürzenden Neubauten" gehört habe - anfang der 80er gab es die ersten Alben (Kollaps / 1981 und Zeichnungen des Patienten O.T. / 1983) - Pioniere des sogenannten "Industrial". 1984 habe ich sie das einzige Mal Live gesehen - beim Londoner "Konzert für Stimmen und Maschinen" - Chaos pur. Das letzte was ich von ihnen gehört habe ist das Album "Tabula Rasa" von 1993 - darauf besonders erwähnenswert der Song "Headcleaner", ein scharfer Angriff gegen das Wiederaufkommen faschistischer Ideen. Zu diesem Zeitpunkt waren die "Einstürzenden Neubauten" schon bedeutend ruhiger und besinnlicher geworden. Die von dir erwähnte Platte "Silence Is Sexy" kenne ich nicht - ist wohl recht aktuell von 2000? - oder? Ist es denn noch die alte Besetzung??: Blixa Bargeld / N.U. Unruh / F.M. Einheit / Mark Chung / Alexander von Bordig (alias Hacke). ?? Viele Grüße Reinhard |
|
#4
|
|||
|
|||
|
...die "Einstürzenden
>Neubauten" schon bedeutend ruhiger und >besinnlicher geworden. Wie auf dieser Platte deutlich zu eerkennen. Das wilde Geschrammel ist gewichen zugunsten von fein gesetzten Akzenten und raffinierten Klang-Gegensätzen. >Die von dir erwähnte Platte "Silence >Is Sexy" kenne ich nicht >- ist wohl recht aktuell >von 2000? - oder? Jep, ist wohl die Neueste. (Überaus empfehlenswert, wenn auch überaus gewöhnungsbedürftig!) >Ist es denn noch die alte >Besetzung??: Blixa Bargeld / N.U. >Unruh / F.M. Einheit / >Mark Chung / Alexander von >Bordig (alias Hacke). ?? Fast, BB, N.U.Unruh, Jochen Arbeit, Rudi Moser, Alex Hacke. |
|
#5
|
|||
|
|||
|
Hier sind noch ein Paar Cd-Rezessionenm falls es jemanden interessiert...
Für "Silence Is Sexy": C. Hammer in stereoplay 4/00: "Pünktlich zum 20.Jahrestag der Bandgründung erscheint nun die Doppel-CD "Silence Is Sexy": ein monolithisches Werk aus Geräuschen und Sprache, das einmal mehr eher die klassischen Medien der "Pop"-Kultur auf ihre feuilletonistischen Fähigkeiten hin testet als umgekehrt die Feuilletons auf ihre popkulturelle Belastbarkeit. Subtile Elemente wie das Ziehen an einer Zigarette oder Atemgeräusche und Scherben von einst zertrümmerten tonalen Strukturen montieren die Einstürzenden Neubauten zu tonalen Hörspielen, die sich nur selten musikalischen Strukturen unterordnen. So entstanden 15 Kompositionen, die als kryptische Collagen die Sinne verstören - das allerdings auf höchst anregende Art. Für "Tabula Rasa": H. Lachner in HiFiVision 3/93: "Auf Tabula Rasa" schlagen die Neubauten bisweilen erstaunlich sanfte Töne an. Aber wir sollten uns nicht täuschen lassen: Hier ist nichts, wie es auf den ersten Blick erscheint. Häufig genug treffe ich hinter der sentimentalen Zärtlichkeit auf ausgedehnte psychische Trümmerfelder, und musikalisch kontrastieren die Neubauten ihre klare Streicherklänge stets mit dem für sie so typischen Dunkel dissonanter Klänge. Ihre bizarren Hörbilder oszillieren zwischen ironisch gebrochener Apokalypse einerseits und treffsicher inszenierter Melancholie andererseits. Pop-CD des Monats." cosmo |